Von der Führungskraft zur Unternehmerin: Die 7 besten Tipps für den Business-Start

Der Übergang von einer Führungskraft zur Unternehmerin ist eine spannende, aber auch herausfordernde Reise. Als ehemalige Marketing-Führungskraft, die mit 49 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hat, kenne ich die Hürden und Fragen, die besonders am Anfang aufkommen. Fragen zu Marketing, Sichtbarkeit und Reichweite sind nur einige der vielen Themen, die dich beschäftigen werden.

In diesem Blogpost teile ich sieben wertvolle Tipps aus meiner eigenen Erfahrung, die dir helfen, dein Business erfolgreich zu starten. Diese Tipps werden dir Klarheit und Orientierung bieten, um die typischen Anfangsschwierigkeiten zu überwinden und dein neues Unternehmen auf solide Beine zu stellen.

1. Perfektionismus & Prokrastination vs. Einfach mal machen

In meiner früheren Rolle im Unternehmen war Perfektionismus ein bewährter Ansatz und wurde sowohl zeitlich als auch monetär honoriert. Perfektionismus kann allerdings dazu führen, dass du in einer endlosen Schleife des Überarbeitens und Verbesserns gefangen bist.

Als Selbstständige musste ich lernen, dass Perfektionismus meinen Fortschritt behindert und sogar in Prokrastination umschlagen kann. 

Die Lösung fand ich darin, statt immer sofort die 100 % Lösung umzusetzen, mit einem sog. Minimum Viable Product (MVP) zu beginnen. Das bedeutet, dass du deine Idee in einer einfachen Form schnell auf den Markt bringst und dann basierend auf dem Feedback und den Bedürfnissen deiner Kunden anpasst. Auf diese Weise bekommst du schneller Sichtbarkeit, kannst schneller lernen und dein Produkt oder deine Dienstleistung stetig verbessern.

Mein Motto: Besser unperfekt gestartet, als perfekt gewartet!

2. Eine Idee vs. messbare Ziele & Fokus

Der Übergang von einer klar definierten Unternehmensstruktur zu einer eigenen Selbstständigkeit brachte neben der Freiheit auch neue Voraussetzungen mit sich. Ziele waren nicht mehr vorgegeben, und ich musste lernen, aus meinen Ideen messbaren Ziele zu machen.

Ohne Ziele fehlt die Richtung für dein Business – aus Ideen ergibt sich kein klarer Weg.

Du musst wissen, wo du hinwillst, um einen effektiven Plan zu erstellen. Setze dir konkrete, und vor allem, messbare Ziele, die du täglich visualisierst und auf die du dich energetisch einstimmst. Dies kann durch eine Morgenroutine geschehen, so wie ich es mach, bei der du deine Ziele vor Augen hast und positive Energie tankst.

Eine 'Morning-Formel' ist dabei sehr hilfreich, mit der du dir dein Manifest und deine Mission jeden Tag anhörst. Diese zu erstellen, ist übrigens der erste Schritt in meinem Business-DNA-Training.  Du kannst auch mit Affirmationen arbeiten, wenn dir diese helfen.

Eine Morgenroutine hilft mir, meinen Fokus und meine Motivation aufrechtzuerhalten. Klare Ziele machen deinen Erfolg messbar.

3. Überwältigung & Ablenkung vs. Fokus auf das Ziel

In meiner vorherigen Rolle als Führungskraft im Unternehmen konnte ich mich auf die Kernaufgaben konzentrieren und hatte ein Team, dem ich viele Dinge delegieren konnte. Als Selbstständige musste ich plötzlich alles alleine machen.

Es ist am Anfang leicht, sich von der Flut der Aufgaben überwältigt zu fühlen und sich von vermeintlich unwichtigen Aufgaben ablenken zu lassen.

Ich musste lernen, den Fokus auf die Aktivitäten zu legen, die mich wirklich meinem Hauptziel näherbringen. Dies erforderte die Fähigkeit, nein zu sagen und unwichtige Aufgaben zu verschieben, oder zu eliminieren. Ich habe gelernt, die Aufgaben nach ihrem Beitrag zum langfristigen Erfolg meines Unternehmens zu priorisieren und habe mir so auch eine Menge Druck genommen.

Frage: Bringt mich das, was ich gerade tue, meinem Ziel heute einen Schritt näher?

4. Alles selbst machen müssen vs. Dinge abgeben

Der Übergang von einer Führungsposition mit einem Team zur Einzelunternehmerin brachte die Herausforderung mit sich, plötzlich alles selbst erledigen zu müssen. Anfangs fühlte ich mich von dem Gedanken überwältigt, tatsächlich alles allein stemmen zu müssen, was meine Effizienz stark beeinträchtigte.

Für mich war entscheidend zu erkennen, dass ich nicht alle Fähigkeiten und Ressourcen allein besitzen kann! Allerdings sind beim Start eines Business auch meist die finanziellen Ressourcen beschränkt, zumindest ist das ein gängiger limitierender Glaubenssatz.

Am Ende ist es ein einfaches Rechenbeispiel: 

Nimm deinen Stundensatz und rechne aus, was es dich kostet, wenn du die Arbeit XYZ erledigst, vs. wenn es ein Experte (in der halben Zeit und mit besserem Ergebnis) tut.

Du kannst in dieser Zeit etwas wirklich Wertschöpfendes tun und sparst dir Frustration.

Ich habe sehr schnell erkannt, dass es sinnvoller ist, mit Freelancern zu arbeiten, die mir Dinge abnehmen, die mich zu viel Zeit kosten, bzw. einfach nicht meine Expertise ist.

Gerade beim Thema Marketing & Sichtbarkeit ist es sinnvoll, das gleich von Anfang an einen Experten abzugeben. Der Mehr-Umsatz rechtfertigt die anfängliche Investition.

5. Stur durchpowern vs. Ruhepausen & Aufladen

In meiner früheren Position als Führungskraft war ich es gewohnt, viel zu arbeiten, und das machte mir nichts aus. Als Selbstständige habe ich jedoch festgestellt, dass ständiges Arbeiten und Durchpowern zu Energiemangel und Burnout führen können. Der Ausdruck 'Selbst und ständig' spiegelt diesen Glaubenssatz wider.

Ich musste Ende 2022 auf die harte Tour lernen, wie wichtig es ist, Ruhepausen einzulegen und sich Auszeiten zu nehmen, um auf mein eigenes Energiesystem zu achten. Wer meine Geschichte von Nusa Lembongan kennt, der weiß, wovon ich spreche.

Meditation, Yoga, Sport, Spazierengehen, Lesen oder auch mal ein kurzes Schläfchen, da sind meine kleinen 'Tankstellen', um meine Energie zwischendurch aufzuladen.

Wichtig ist, es nicht bis zum 'Worst-Case-Szenario' kommen zu lassen! Höre auf deinen Körper und achte auf deine Gefühle. Wann immer sich etwas nicht gut anfühlt, schaue zweimal hin.

Entscheide dich immer für die Freude und nicht für das sture Durchpowern.

Das geht eine Weile gut, doch dann wirst du unweigerlich 'gezwungen' werden, eine Pause einzulegen. Ich spreche aus Erfahrung.

6. Alle ansprechen wollen vs. klare Nischen-Positionierung 

Mit meinem Thema Online-Marketing unterlag ich der Versuchung, alle möglichen Kunden anzusprechen zu wollen, um meine Chancen auf Erfolg zu maximieren. Allerdings stellte ich ganz schnell fest, dass ich gar nicht mit jedem Kunden arbeiten möchte.

Ich erkannte, dass eine klare Positionierung in einer Nische es mir zum einen ermöglicht, meine Zielgruppe besser zu verstehen, sowie eine gezieltere Ansprache und Strategie zu entwickeln. Zudem kann ich mir so meine Kunden aussuchen.

Menschen werden eher auf dich aufmerksam, wenn sie das Gefühl haben, dass du ihre speziellen Bedürfnisse verstehst. Und damit ist auch deine Energie ausgerichtet und zieht genau diese Lieblingskunden an.

Es hört sich paradox an, ist es aber nicht: Eine klare Nischen-Positionierung bringt dir ein Vielfaches an Sichtbarkeit.

Wenn du bei deiner Positionierung noch nicht klar bist, dann lass uns gerne sprechen.

7. Ungeduld vs. Geduld und Beständigkeit

Der Übergang in die Selbstständigkeit brachte Ungeduld mit sich, denn irgendwann ist auch der größte Puffer aufgebracht und die Notwendigkeit zum Geldverdienen ist da.

Der Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens erfordert allerdings Zeit und Ausdauer. Es ist wichtig zu verstehen, dass Erfolg nicht über Nacht kommt. Es erfordert Dranbleiben und Beständigkeit. Deshalb ist es manchmal gar keine schlechte Idee, sich bereits etwas nebenbei aufzubauen, wenn man noch in einer Festanstellung ist und nicht von 0 auf 100 in eine Selbstständigkeit zu springen.

Wenn du fühlst, dass dein Business das ist, was deiner Berufung entspricht und dich glücklich macht, dann sei geduldig und bleibe deinem Weg treu!

Fazit

Die Gründung meines eigenen Business 2019, mit 49 Jahren, war eine Herausforderung, die meine Perspektive auf Führung und Selbstständigkeit grundlegend veränderte. Die sieben Fehler, die ich zu Beginn gemacht habe, haben mich gelehrt, dass der Weg in die Selbstständigkeit andere/neue Qualitäten braucht.

Diese neuen Herausforderungen anzuerkennen, war eine wertvolle Lektion, die mir geholfen hat, zu wachsen und mein Business auf eine solide Grundlage zu stellen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es normal ist, überwältigt zu sein und Fehler zu machen, wenn man ein Unternehmen gründet. Der Schlüssel liegt darin, aus diesen Fehlern zu lernen und sich ständig weiterzuentwickeln.

Meine persönliche Geschichte zeigt, dass Selbstständigkeit eine Reise des Lernens und der Anpassung ist, und ich hoffe, dass meine Erfahrungen anderen angehenden Entrepreneurs bei ihren eigenen Unternehmensgründungen helfen können.

Mit einer klaren Vision, konkreten Zielen, Geduld und der Bereitschaft zur ständigen Selbstoptimierung ist es möglich in jedem Alter erfolgreich ein eigenes Business zu starten und zu führen.

Mein Leben heute

Heute führe ich das Leben, welches ich mir immer erträumt habe und bin völlig unabhängig - derzeit lebe ich im Winter in Bali und im Sommer auf Mallorca.

Habe ich damit alle Hindernisse überwunden? Nein! Ich lerne täglich dazu und es gibt auch immer wieder Zeiten, in denen es im Business herausfordernd ist und ich meine Energie neu justieren darf, um auf der Frequenz zu schwingen, die meinem wirklichen Leben & Business entspricht. Dazu nutze ich die wunderbaren Tools aus dem Kundalini Yoga.

Dennoch suche ich mir heute aus, wo ich leben und mit wem ich arbeiten möchte. Das bringt meinen Kunden die besten Ergebnisse und uns allen viel Freude bei der Ko-Kreation.

Mein Angebot an dich

Wenn du gerade dein Business startest oder bereits gestartet bist und die oben genannten Fehler vermeiden möchtest, dann schau dir mein 10-Wochen ‘Business DNA’ Programm an. Ich begleite dich bei deinem Business-Start und wir legen im 1:1 Mentoring den Grundstein für dein solides Business-Fundament. Klicke hier, um mehr zu erfahren.

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