
Bessere Entscheidungen treffen: Was 25 Grad Temperaturunterschied mit Business-Wachstum zu tun haben
Montagabend, 22:00 Uhr. Ich steige im Februar in Frankfurt in den Flieger.
Draußen sind es 3 Grad. Outfit: Winterjacke, Pulli und Schal.
20 Stunden später steige ich in Bali am Flughafen in ein Taxi.
28 Grad, Nieselregen, Luftfeuchtigkeit 80%.
Jacke, Schal und Pulli sind im Handgepäck verschwunden und die Bluse ist schon fast zu warm.
Dieser krasse Wechsel – vom grauen deutschen Winter in die tropische Regenzeit – ist eine perfekte Lektion über Business-Entscheidungen.
Besser als jedes Strategie-Buch.
Denn was ich in diesen 20 Stunden erlebt habe, zeigt mir jedes Mal aufs Neue:
Die Art, wie wir über Entscheidungen denken, ist komplett verquer.
Wenn du diesen Artikel liest, wirst du klarer sehen, warum du Entscheidungen im Business vor dir herschiebst – und du bekommst Impulse, wie du schneller in Handlung kommst, ohne dich „ready“ fühlen zu müssen.
Warum es so schwer fällt, Entscheidungen zu treffen
Bevor wir in die Lösungen einsteigen, kurz zur Frage: Warum fällt es eigentlich so vielen Menschen schwer, Entscheidungen zu treffen?
Drei Gründe sehe ich immer wieder:
Zu viele Optionen. Je mehr Möglichkeiten, desto größer die Angst, die "falsche" zu wählen. Paradoxerweise macht uns mehr Auswahl nicht freier, sondern blockierter.
Der Mythos der perfekten Entscheidung. Wir glauben, es gäbe DIE eine richtige Wahl – und alle anderen wären Fehler. Das ist selten wahr.
Wir verwechseln Nachdenken mit Fortschritt. Analyse fühlt sich produktiv an. Aber endloses Abwägen ist oft nur getarnte Vermeidung.
Die gute Nachricht: Wenn du verstehst, was dich blockiert, kannst du es ändern.
Wie triffst du bessere Entscheidungen im Business?
Bessere Entscheidungen triffst du nicht, indem du länger analysierst, sondern indem du handelst, deiner Intuition zuhörst, bewusst Kontraste suchst und Ballast loslässt, der nicht mehr zu dir passt.
Wie das genau geht, erfährst du, wenn du jetzt weiterliest.
Die Akklimatisierungs-Lüge
Die meisten Menschen glauben, sie müssten sich „vorbereiten“, bevor sie handeln können.
Sie lesen noch ein Buch. Machen noch eine Weiterbildung. Warten auf den „richtigen Moment“, die Sicherheit, dass alles gut geht.
Hier ist die Wahrheit:
Die Sicherheit gibt es nicht.
Wenn du von 3 Grad in 28 Grad fliegst, kannst du dich nicht im Voraus akklimatisieren. Du kannst nicht in Deutschland bei Minusgraden üben, wie sich tropische Hitze anfühlt (Solarium ist auch keine Lösung ;-)).
Dein Körper passt sich an, wenn du DA bist – nicht vorher.
Genauso ist es im Business.
Du wirst nicht „ready“ durch Nachdenken. Du wirst ready durch TUN.
Die Vorbereitung, die du dir einredest zu brauchen?
In den meisten Fällen ist sie Prokrastination im Business-Kostüm.
Ich habe 2019 Awareness Marketing gegründet – mit 49 Jahren, nach über 20 Jahren Konzern
War ich „bereit“? Nein.
Aber es war an der Zeit.
Und dennoch hatte ich Angst, Zweifel ein Nervensystem, was auf Fight or flight war und keine Ahnung, ob das funktioniert.
Das hat mich nicht abgehalten zu springen.
Und ja, Mut gehört auch zum Entscheiden.
Mein System hat sich angepasst – nicht vorher, sondern auf dem Weg.
Die Frage an dich:
- Welche Entscheidung schiebst du gerade auf, weil du dich „noch nicht bereit“ fühlst?
- Und was wäre, wenn das Gefühl bereit zu sein erst NACH dem Sprung kommt?
Dein Körper weiß es vor deinem Kopf
20 Stunden nach der Landung in Bali trage ich eine Hemdbluse statt Winterjacke, Flip-Flops statt gefütterter Boots.
Mein Körper hat sich sofort auf die Temperatur eingestellt und sich wohlgefühlt – ohne dass ich darüber nachgedacht habe.
Mein Kopf hingegen?
Der war noch in Deutschland.
Hat sich gefragt, warum ich vergessen habe, eine bestimmte Creme gegen Mückenstiche aus der Apotheke mitzunehmen. (Spoiler: Ich hatte noch eine hier.)
Das gleiche Phänomen beobachte ich bei meinen Kunden – und bei mir selbst.
Unser System – nenn es Bauchgefühl, Intuition oder innere Weisheit – hat längst entschieden.
Es sendet Signale:
- Unruhe bei einem Projekt, das nicht mehr passt.
- Leichtigkeit bei einem Gedanken, den wir als „unrealistisch“ abtun.
- Körperliche Reaktionen auf Menschen und Situationen.
Und dein Kopf?
Der analysiert, rechtfertigt, relativiert. Braucht noch mehr Daten. Noch mehr Sicherheit. Noch mehr Zeit.
In meiner Arbeit mit den Klienten im 1:1 Business DNA Mentoring erlebe ich das ständig:
Unternehmer/innen, die ihrem Körpergefühl nicht vertrauen, obwohl sie innerlich längst wissen, dass ihre aktuelle Positionierung und ihr Angebot nicht (mehr) zu ihnen passt.
Die innerlich schon bei etwas Neuem sind. Aber deren Kopf sie noch monatelang am Alten festhält.
Die Frage an dich:
Worauf wartet dein Kopf noch, was dein Bauch längst entschieden hat?
Extreme Kontraste erzwingen Klarheit
Hier ist etwas, das ich immer wieder beobachte:
Bei 3 Grad im grauen Deutschland fällt mir nicht auf, was in meinem Business nicht stimmt. Alles fühlt sich irgendwie okay an. Normal. Gewohnt.
Aber dann sitze ich auf Bali, im tropischen Regen und habe einen völlig anderen Lebensrythmus – und plötzlich wird glasklar, was sich ändern muss.
Der Wechsel selbst ist das Diagnose-Tool.
Es geht nicht darum, dass Bali „besser“ ist als Deutschland.
Es geht um den Kontrast.
Um das Verändern der Gewohnten. Um die neue Perspektive, die entsteht, wenn wir unsere gewohnte Umgebung verlassen.
Die letzten Wochen war ich in Deutschland, im Arbeitszimmer meines Vaters, während meine Familie eine schwierige Zeit durchmacht.
Grauer Himmel, Heizungsluft, bekannte Straßen.
Und ja: wichtige Familienzeit.
Aber für mein Business?
- Brauche ich den Kontrast.
- Die 25 Grad Unterschied.
- Das andere Licht.
- Die andere Energie.
Es geht nicht ums Weglaufen, es geht darum klarer zu sehen.
Die Frage an dich:
Welchen „Klimawechsel“ könntest du dir gönnen, um Klarheit zu bekommen?
Das muss keine Fernreise sein.
Es kann ein Tag in einer völlig anderen Umgebung sein.
Ein Gespräch mit Menschen außerhalb deiner Blase.
Ein radikaler Bruch mit deiner Routine.
Du planst anders, wenn alles in einen Koffer passen muss
Wenn du weißt, dass dein ganzes Leben in einen 30-Kilo-Koffer passen muss, hörst du auf, „für irgendwann“ zu kaufen.
Jedes Teil muss seinen Platz verdienen.
- Die dritte Jeans? Brauche ich nicht.
- Das „könnte ich mal brauchen“-Gadget? Bleibt im Laden.
- Das Kleid, das dir nicht 100% gefällt, aber im Angebot ist? Nein danke.
Diese Klarheit und Priorisierung auf das Wesentliche überträgt sich auf alles.
Gleiches gilt fürs Business:
Wenn du weißt, dass du es von überall auf der Welt führen willst – ob Bali, Mallorca oder das Arbeitszimmer deines Vaters – entscheidest du anders.
- Klarere Angebote.
- Weniger „das könnte ich ja auch noch machen“.
- Kein Ballast, den du nur mitschleppst, weil du ihn mal gekauft hast.
Ich sehe das bei so vielen Unternehmern:
- Sie schleppen Angebote oder Freebies mit, die sie mal erstellt haben, die aber eigentlich längst überholt sind.
- Tools, für die sie zahlen, aber die sie nie nutzen.
- Positionierungen, die nicht mehr passen, sich aber bekannt und daher „sicher“ anfühlen.
Ein 30-Kilo-Koffer zwingt zur Ehrlichkeit:
Was verdient wirklich seinen Platz?
Die Frage an dich:
Was ist gerade in deinem Business, das du nur mitschleppst, weil du es „mal gekauft“ hast, oder es "mal gepasst hat"– aber eigentlich keinen Platz mehr verdient?
Mini-Übung für mehr Business-Klarheit
Wenn du magst, nimm dir jetzt 2–3 Minuten und beantworte für dich drei Fragen:
- Welche eine Entscheidung schiebe ich seit Monaten vor mir her?
- Was sagt mein Körper/Bauchgefühl dazu – jenseits aller Argumente?
- Was wäre ein erster, kleiner Schritt, den ich innerhalb der nächsten 48 Stunden gehen kann?
Schreib dir deine Antworten kurz auf. Ein Satz pro Frage reicht.
Was das alles bedeutet
Ich schreibe diesen Artikel auf meiner Terrasse in Bali.
Die Luft ist schwer und warm, irgendwo kräht ein Hahn, ein Frosch quakt und ein Hund bellt.
Vor 7 Tagen saß ich noch im kalten Deutschland, eingepackt in Schichten, und fragte mich, wie ich all die Familienthemen und Business-Entscheidungen unter einen Hut bringe.
Die Antwort?
Nicht durch mehr Nachdenken. Sondern durch das Reinspüren und den Sprung raus aus der Routine.
Bessere Entscheidungen treffen heißt nicht, mehr zu analysieren.
Es heißt:
- → Aufhören, auf „Bereitschaft“ zu warten, die nie kommt
- → Dem Körper zuhören, der längst weiß, was der Kopf noch verarbeitet
- → Kontraste suchen, die Klarheit erzwingen
- → Ballast abwerfen, der keinen Platz mehr verdient
25 Grad Temperaturunterschied in 20 Stunden, das ist nicht nur ein Klimawechsel, das ist eine sehr gute Lektion in Entscheidungsfindung.
Wenn du dir Unterstützung bei einer Entscheidung wünschst
Wenn du merkst, dass du gerade an einer Entscheidung festhängst – ob es um deine Positionierung geht, dein Angebot oder den nächsten großen Schritt – dann ist es gut mit jemandem zu sprechen, der einen nicht so gut kennt.
Deshalb mein Angebot (auch für die, die mich bereits gut kennen):
In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo dein Körper vielleicht längst weiß, was dein Kopf noch nicht wahrhaben will – und welcher nächste Schritt für dich jetzt wirklich dran ist.
Manchmal braucht es nur 30 Minuten, um 25 Grad Klarheit zu gewinnen.
Du tust dich schwer bei einer Business-Entscheidung?
Ich gebe dir gerne eine Einschätzung. Buche dir hier einen kostenfreien Termin.
Ich freue mich auf dich!
Andrea
HÄUFIGE FRAGEN ZUM THEMA Entscheidungen treffen & Business Klarheit (FAQ)
Klarheit entsteht, wenn du den Lärm reduzierst, bewusst Abstand zur gewohnten Umgebung nimmst und dir ehrlich die Frage stellst: Welche Angebote, Kunden und Projekte geben mir wirklich Energie?
Klarheit entsteht, wenn du den Lärm reduzierst, bewusst Abstand zur gewohnten Umgebung nimmst und dir ehrlich die Frage stellst: Welche Angebote, Kunden und Projekte geben mir wirklich Energie?
Intuition ist nichts Esoterisches, sondern verdichtete Erfahrung: Dein Körper registriert oft früher als dein Kopf, was nicht (mehr) zu dir passt, und diese Signale darfst du ernst nehmen.
Ein bewusster Kontrast – andere Umgebung, andere Menschen, andere Routinen – wirkt wie ein Diagnose-Tool: Du siehst plötzlich klar, was du im Alltag aus Gewohnheit übersiehst.
Schreib eine Entscheidung auf, leg ein klares Datum fest, hör auf dein Körpergefühl – und hol dir Sparring dazu, wenn du merkst, dass dein Kopf dich seit Monaten im Alten festhält.